Ergotherapie Ausbildung an der Hephata Ergotherapieschule Fokus gGmbH


Die Fokus-Ergotherapieschule wurde im Juli 1988 von dem Verein Fokus Ergotherapie Marburg e.V. gegründet.

Am 1. Dezember 2010 ging sie in die gemeinsame Trägerschaft von Hephata Hessisches Diakoniezentrum e.V. und Fokus Ergotherapie Marburg e.V. über und trägt seitdem den Namen Hephata Ergotherapieschule Fokus gGmbH.

Sie ist eine staatlich anerkannte Fachschule für Ergotherapie.

Die Geschäftsführung hat ihren Sitz in Schwalmstadt-Treysa im Schwalm- Eder-Kreis.

Der Ausbildungsort befindet sich im mittelhessischen Cölbe vor den Toren der Universitätsstadt Marburg.

Jährlich im August / September beginnt ein neuer Kurs mit 30 Ausbildungsteilnehmern.

Seit dem 1. Januar 2011 wird kein Schulgeld mehr erhoben.Die Ausbildung kann bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen entsprechend dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) gefördert werden.
Das Ausbildungsteam besteht aus 6 angestellten Fachdozenten und mehreren freiberuflichen Lehrkräften für verschiedene Grundlagenfächer sowie für Seminare und Expertenvorträge zu einzelnen Themen.
Unsere Schule ist seit 1991 anerkannt von der WFOT (World Federation of Occupational Therapists) und seit 1998 vom DVE (Deutscher Verband der Ergotherapeuten).
Seit April 2003 besitzt sie das Qualitätszertifikat DVE 2000.

Viele Merkmale des Ausbildungskonzepts der Hephata Ergotherapieschule Fokus sind einzigartig
in Deutschland:
– Fachunterricht in kleinen Gruppen
– Praktische Ausbildung in allen 6 Fachbereichen
– Lernbegleitung
– Portfoliokonzept
– Mentoring
Auf diese Weise erreichen wir ein hohes Ausbildungsniveau, mit dem unsere Absolventen bestens
vorbereitet sind für aktuelle und künftige Anforderungen des Berufs.
(mehr lesen: Zukunft der Ergotherapie-Ausbildung)

Ablauf der Ausbildung
Die 3-jährige Ausbildung bei Fokus ist so gegliedert, dass ein schrittweiser Aufbau der Kompetenzen ermöglicht wird, die für das Erreichen des Ausbildungsziels notwendig sind.
Die Ausbildung gliedert sich in 5 Module mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
Jeder neue Kurs beginnt mit den Einführungswochen. Hier lernen die Ausbildungsteilnehmer die Schule kennen und haben Gelegenheit zum Ankommen. Gemeinsam arbeiten sie ca. 2 Wochen lang an ihrem Einführungsprojekt, welches sie dann schulöffentlich präsentieren.

In den Modulen 1 und 2 findet ca. 8 Monate lang der Grundlagenunterricht statt, in dem die Ausbildungsteilnehmer u.a. Kenntnisse in Anatomie, Krankheitslehre, Psychologie, Pädagogik,
Soziologie und den Grundlagen der Ergotherapie erwerben (mehr lesen: ErgThAPrV).

Einen wichtigen Stellenwert hat der Unterricht „Ergotherapeutische Mittel“. Hier experimentieren die Teilnehmer mit den unterschiedlichsten Werkmaterialien, erlernen grundlegende Handwerks-
techniken sowie die Arbeit mit digitalen Medien. Schließlich werden die erworbenen Fertigkeiten in individuelle Projekte umgesetzt.

Bis zum Ende des Moduls 2 findet der Unterricht im Klassenverband statt.

Ab den Modulen 3-5 ist die Klasse in 3 Gruppen á 10 Teilnehmern aufgeteilt. In 6 aufeinanderfolgenden Blöcken erlernen sie die ergotherapeutische Arbeit in den Fachbereichen
Neurologie, Psychiatrie, Geriatrie, Pädiatrie, Orthopädie und Arbeitstherapie. Jeder Block besteht aus einem ca. 7-wöchigen Fachunterricht und einem anschließenden 8- bis 10-wöchigen Praktikum.

Im Fachunterricht wird Wissen aus den Grundlagenmodulen fachspezifisch aufbereitet und es werden Fertigkeiten u.a. anhand von Fallbeispielen und praktischen Übungen vermittelt. In den
Fachunterricht ist eine mehrtägige Hospitationsphase integriert, in der die Ausbildungsteilnehmer die künftige Praktikumsstelle und das jeweilige Klientel kennenlernen.

Im Praktikum werden die erworbenen Fertigkeiten vertieft und praktische Kompetenzen erworben. Im Verlauf finden im ca. 14-tägigen Rhythmus Schultage statt, an denen die Arbeit im
Praktikum gemeinsam mit dem Fachdozenten und den Mitschülern reflektiert wird. Jedes Praktikum schließt ab mit einer Sichtstunde, in der die praktische Arbeit mit einem Klienten von Praktikumsanleiter und Fachdozent beurteilt wird.

Am Ende von Modul 5 schreiben die Teilnehmer eine wissenschaftliche Arbeit über ein Thema ihrer Wahl – eine gute Gelegenheit, um individuellen berufsbezogenen Interessen nachzugehen
und besondere Kenntnisse zu erlangen und zu dokumentieren.

Nach dem Modul 5 folgt eine intensive Vorbereitung auf die bevorstehende staatliche Prüfung, wobei auch genügend Zeit zum Lernen -ob allein oder in einer Lerngruppe- zur Verfügung steht.

An unserer Schule dokumentiert jeder Ausbilungsteilnehmer seinen Lernprozess anhand eines individuellen Portfolios. Unter einem Portfolio ist eine Mappe zu verstehen, in der alle
Nachweise des Erwerbs der vorgeschriebenen Kompetenzen gesammelt werden. Es kann darüber hinaus auch Nachweise besonderer Kenntnisse und Kompetenzen enthalten, die außerhalb der
Ergotherapieausbildung erworben wurden. Jeder Schüler führt sein Portfolio eigenverantwortlich. Während der gesamten Ausbildungszeit wird er begleitet von einem persönlichen Mentor, der als Ansprechpartner zur Verfügung steht, berät, unterstützt, bei Problemen weiterhilft und so dazu beiträgt, dass das Ausbildungsziel erreicht wird. In bestimmten Zeitabständen evaluieren und reflektieren Schüler und Mentor gemeinsam den letzten Ausbildungsabschnitt und vereinbaren, sofern notwendig, individuelle Lernziele für die nächste Phase.

Leistungsüberprüfungen finden am Ende der Praktika statt, wo Fachdozent und Anleiter die therapeutische Arbeit des Schülers anhand einer Sichtstunde beurteilen.
Die staatliche Prüfung besteht aus je 3 schriftlichen und mündlichen Prüfungen, der Prüfung in den ergotherapeutischen Mitteln sowie einer angewandten Prüfung am Klienten
(mehr lesen: ErgThAPrV).

Ausbildung und Studium
Die Ausbildung von Ergotherapeuten befindet sich in einem Veränderungsprozess. In vielen Ländern ist die Ausbildung grundständig akademisiert, d.h. sie erfolgt ausschließlich an Hochschulen.
In Deutschland absolvieren Ergotherapeuten die 3-jährige Ausbildung an Fachschulen und haben im Anschluss die Möglichkeit, in einem aufbauenden Hochschulstudium den Bachelor- bzw.
Masterabschluss zu erwerben. Ideal ist es, wenn Fachschulen und Hochschulen ihre Ausbildungs- bzw. Studiengänge so aufeinander abstimmen, dass ein Studium „nahtlos“ auf die Fachschulaus-
bildung aufbaut. Diese Regelung hat den entscheidenden Vorteil, dass die Auszubildenden zunächst eine solide Grundlage erwerben, die vor allem auch umfangreiche praktische Kompetenzen beinhaltet.
Grundständige Hochschulstudiengänge vermitteln, so die Erfahrung aus anderen Ländern, zwar umfangreiche theoretische Kenntnisse, befähigen aber nur eingeschränkt zur praktischen
therapeutischen Arbeit. Zudem sind sie für Menschen mit mittlerem Bildungsabschluss nicht zugänglich. Aus diesen Gründen sehen wir eine grundständige Akademisierung der Ergotherapie-Ausbildung in Deutschland kritisch und sprechen uns mit Nachdruck für die Beibehaltung und Weiterentwicklung der dualen Ausbildung aus.

Auch wir sind der Ansicht, dass die wissenschaftlichen Grundlagen der Ergotherapie weiter erforscht und entwickelt werden müssen. Dies kann am besten im Verbund von Theorie und
Praxis erfolgen – die duale Ergotherapie-Ausbildung in Deutschland bietet dafür die besten Voraussetzungen!

Die Hephata Ergotherapieschule Fokus ist eine Kooperation mit der renommierten Hogeschool Zuyd (NL) eingegangen. Beide Partner stimmen ihre Ausbildungsinhalte so aufeinander ab, dass
der Bachelorgrad ohne unnötige Zeitverluste erworben werden kann. Ab 2017 können Auszubildende schon während ihrer 3-jährigen Fachschulzeit mit dem Bachelorstudium beginnen. So erlangen sie im Anschluss innerhalb von nur 2 Jahren berufsbe-
gleitend den Bachelorgrad.

Hephata Ergotherapieschule Fokus gGmbH
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